[Rezension] Die Ladenhüterin von Sayaka Murata

20. Januar 2021





Titel: Die Ladenhüterin
Autor: Sayaka Murata
Erschienen: 9. März 2018
Preis: Gebunden € 17,66 / ebook € 3,99
Seitenanzahl: 145
Verlag: Aufbau Verlag


"Die literarische Sensation aus Japan, die auch die deutschen Leserinnen und Leser im Sturm erobert hat: Eine Außenseiterin findet als Angestellte eines 24-Stunden-Supermarktes ihre wahre Bestimmung. Beeindruckend leicht und elegant entfaltet Sayaka Murata das Panorama einer Gesellschaft, deren Werte und Normen unverrückbar scheinen. Ein Roman, der weit über die Grenzen Japans hinausweist."


Dieses Buch habe ich hauptsächlich gelesen, da ich zurzeit sehr neugierig auf neue Genres bin und natürlich auch weil ich großes Interesse an der japanischen Kultur habe. Außerdem habe ich schon sehr viel Gutes über dieses Buch gehört und gelesen, sodass ich sehr neugierig darauf war.

In dieser Geschichte geht es um die junge Frau Keiko, die schon als Kind anders war als andere. Ihr Leben lang versucht sie schon in die Gesellschaft zu passen und einen Platz für sich zu finden, der akzeptiert wird. Doch erst als sie in einem Convenience Shop (ein 24-Stunden Supermarkt, der allerhand Sachen anbietet), auch kurz Konbini genannt, findet sie einen Platz an dem sie voll und ganz aufgehen kann und sie wohlfühlt. Als Schülerin fängt sie nebenbei dort an zu jobben, doch als sie auch noch einige Jahre später in ihren 30ern immer noch dort arbeitet, was eindeutig für die Gesellschaft nicht normal ist, kommen ihr wieder Zweifel und sie überlegt, wie sie ihr Leben so weiter leben kann wie bisher, aber trotzdem die lästigen Fragen und Reden ihrer Mitmenschen entkommen kann.

Ich bin komplett ohne irgendwelche Erwartungen an dieses Buch herangetreten und habe es schließlich innerhalb eines Nachmittags verschlungen. Ich meine besonders dick ist es nicht, doch trotz der eher wenigen Seiten, ist diese Geschichte sehr stimmig und abgerundet. Nichts kommt zu Kurz und natürlich gab es auch keine Stellen die langgezogen wirkten. Keiko hat mi von der ersten Seite an sehr gefallen, da sie auf ihre eigene Art und Weise ziemlich lustig, stark und liebenswert ist. Für sie ist ihre Arbeit alles und das merkt man auch sofort. Ihre ganze Welt dreht sich um den Konbini und ich dachte mir oft, wenn ich einen Laden hätte, dann hätte ich gerne Keiko als Angestellte. So viel Herzblut und Arrangement. Ich finde es auch sehr ungerecht, dass die Menschen in ihrer Umgebung sie in ein anderes Leben hineinstoßen wollen und einfach nicht sehen oder besser gesagt, sehen wollen, dass sie glücklich ist. Aber so ist das mit dem gesellschaftlichen Druck leider, denn obwohl es bei uns doch lockerer ist als in Japan oder anderen Ländern, so gibt es doch vieles was nicht vom System toleriert wird und man dadurch als Sonderbar belächelt wird. Deshalb finde ich dieses Buch auch sehr wichtig, denn es zeigt auf wie Falsch das alles ist und wie wichtig es für einen selbst ist, zu den Dingen, die man gerne macht oder gerne hat zu stehen und auf die Meinung der anderen zu pfeifen. :)

"Die Ladenhüterin" hat mir wirklich sehr gut gefallen und ich finde, dieses Buch sollte jeder einmal gelesen haben, denn obwohl wir hier in Österreich und auch Deutschland natürlich diese Gesellschaftsprobleme, die in Japan sehr groß sind lockerer sehen, so kommt es doch oft vor, dass man von einigen Menschen wegen seiner Entscheidungen und Lebenseinstellung belächelt wird, obwohl jeder so leben sollte, wie es einen glücklich macht und genau das sagt dieses Buch aus. Achtet nicht darauf was andere wollen, denn nur das, was man selbst will zählt. :)




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