[Rezension] Schuldig von Kanae Minato

24. April 2021





Titel: Schuldig
Autor: Kanae Minato
Erschienen: 22. April 2019
Preis: Gebunden €17,66  / ebook € 15,99
Seitenanzahl: 320
Verlag: C. Bertelsmann Verlag


"Fünf Studenten aus Tokio wollen in einem abgelegenen Dorf zusammen ein paar Ferientage verbringen. Einer von ihnen, Hirosawa, kommt bei einem Autounfall auf einer kurvenreichen Bergstraße ums Leben. Drei Jahre später holt das schreckliche Ereignis die ehemaligen Studienkollegen ein. Sie erhalten anonyme Briefe, in denen sie des Mordes an ihrem Freund beschuldigt werden. Raffiniert erzählt die japanische Erfolgsautorin Kanae Minato von den zahlreichen Verkettungen, die zu dem tödlichen Unfall geführt haben, lockt den Leser gekonnt auf falsche Fährten, bis schließlich die tragische Wahrheit ans Licht kommt."


Da ich zurzeit die japanische, oder besser gesagt sogar eher die asiatische Literatur für mich entdeckt habe, habe ich auch unbedingt etwas von KanaeMinato lesen müssen, da ich schon viel Gutes über die Bücher gehört habe. Und was soll ich sagen! Es hat mir auf jeden Fall sehr gut gefallen. :D

Das Buch behandelt einige schwere Themen, doch durch den Schreibstil der Autorin wirkt das Buch trotzdem sehr harmonisch und ist sehr angenehm zu lesen. In "Schuldig" geht es um eine Gruppe Studenten, die in einem Ferienhaus Urlaub machen wollen, doch leider passiert ein schreckliches Unglück und einer der jungen Männer stirbt. Einige Jahre später bekommen die anderen Briefe und Nachrichten, dass sie an dem Tod verantwortlich sind, wobei es eigentlich ein Unfall war.

Das Buch beleuchtet hauptsächlich unseren Protagonisten KazuhisaFukase und seine Gedankengänge in Bezug auf sein Leben und auf den Unfall, bei dem sein bester Freund verunglückte. Zumindest dachte Fukase immer Hirosawa wäre sein bester Freund gewesen, doch nach und nach kommt er immer mehr zu dem Schluss, dass er ihn eigentlich kaum gekannt hatte und so macht er sich auf die Suche nach Personen, die Hirosawa besser gekannt hatten und vielleicht findet er so auch heraus, ob sein Tod wirklich ein Unfall war oder ob doch mehr dahinter steckt.

Ich muss sagen, das ganze Buch war unheimlich interessant und spannend zu lesen, von der ersten bis zur letzten Seite und ganz besonders bis zum letzten Satz, der mich schlussendlich dann doch nicht ziemlich überraschen konnte. Anfangs habe ich zwar ein paar Seiten lang gebraucht um in die Geschichte hineinzufinden, doch schon kurz darauf war ich vollkommen drinnen und habe zusammen mit KazuhisaFukase mitgerätselt, ob der Unfall von Hirosawa doch kein Unfall war und wie er eigentlich gelebt hat, denn zu Beginn wissen wir nicht viel mehr als seine Studienkollegen, was sich aber im Laufe der Geschichte ändert und da erwarten den Leser viele kleine Überraschungen.


Insgesamt hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen, die Atmosphäre, der Schreibstil und auch die Charaktere haben mich voll und ganz überzeugen können. Natürlich sind hier wieder einige Sachen aus der japanischen Kultur und Mentalität, die wir als Europäer nicht so ganz nachvollziehen können, jedoch haben diese Sachen das Buch nur noch interessanter für mich gestaltet. :)



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