[Rezension] Elbendunkel – Kein Weg zurück von Rena Fischer

2. September 2020





Titel: Elbendunkel – Kein Weg zurück, Band 1
Autor: Rena Fischer
Erschienen: 16. Juli 2020
Preis: Gebunden € 17,00 / ebook € 12,99
Seitenanzahl: 480
Verlag: Planet!


"Im Jahr 2044 ist San Francisco von Unruhen zwischen Menschen und Elben geprägt. Als Upperclass-Mädchen und Tochter des Chefs der Elbensicherheitsbehörde, der gewaltsam gegen Elben vorgeht, führt Luz ein unbeschwertes Leben – bis zu dem Tag, als sie heimlich das Elben-Ghetto betritt. Luz ist fasziniert von der Untergrundgemeinde, vor allem aber von Darel, der mit einem regimekritischen Poetry-Slam auf der Bühne steht. Doch die Vorstellung wird von einer Razzia ihres Vaters gesprengt und Luz landet ohne sein Wissen als Gefangene auf dem Revier. Dort wird ein Geheimnis aufgedeckt, das Luz auf der Stelle zur Flucht vor ihrem Vater zwingt. Darel hilft ihr dabei. Allerdings verfolgt er seine ganz eigenen Ziele …   "


Normalerweise mag ich eigentlich dystopische Geschichte nicht so gerne, da dies eher ein Genre ist, dass ich lieber als Filme schaue und weniger gerne lese. Doch diese Mischung aus Fantasy und Dystopie, die Rena Fischer hier geschaffen hat, hat mich doch sehr angesprochen und so musste ich diesem Buch auf jeden Fall eine Chance geben.

In "Elbendunkel - Kein Weg zurück" geht es um eine Welt in der die Elben, Licht- und Dunkeleleben, aus ihrer Heimat in die Welt der Menschen fliehen musste und dort jedoch alles andere als mit offenen Armen empfangen wurde. Die Elben werden von den Menschen unterdrückt und wie Dreck behandelt, was ich sehr erschreckend fand, da es viele Parallelen zu unserer Realität aufzeigt. 
In dieser Geschichte steht die Protagonistin Luz im Mittelpunkt des Geschehens. Sie ist die Tochter eines Mannes, der ganz vorne im Kampf gegen die Elben steht und der Chef der Elbensicherheitsbehörde ist. Dadurch wächst sie von klein auf mit den ganzen schrecklichen Ideologien ihres Vaters auf. Als Luz dann eines Tages zusammen mit ihrem Schulkollegen Niall in einen Elben-Club geht und dort dann eine Razzia stattfindet, beginnt sich Luz Leben vollkommen auf den Kopf zu stellen.

Ich muss sagen, dass ich mit Luz nicht wirklich warm geworden bin. Sie ist sehr naiv und manchmal einfach vollkommen gedankenlos. Zwar macht sie im Laufe der Geschichte doch auch eine Wandlung durch, doch trotzdem hat mir das nicht gereicht. Natürlich versteh ich, dass ihr ganzes Leben von einem Moment auf den anderen komplett umgeworfen wurde, aber trotzdem finde ich, dass sie gerade deshalb manche Sachen nicht so komplett gedankenlos anpacken sollte. Es hat auf mich gewirkt, als würde sie einfach nicht nachdenken bevor sie etwas sagt oder macht, was mich unheimlich genervt hat. Zwar hat sie sich im Laufe der Geschichte schon etwas gewandelt und ist von der kleinen Prinzessin zu einer Kämpferin geworden, doch die Charaktereigenschaften die mich am meisten gestört haben, sind leider bis jetzt bestehen geblieben. 
Aber nicht nur Luz, auch Niall, Luz Schulfreund und Schwarm ging mir des Öfteren ziemlich auf den Keks. Noch dazu kommt, dass ich kein Fan von Liebesdreiecken bin und zwischen Luz, Niall und Darel da schon so etwas entstand. Darel hingegen mochte ich eigentlich von allen Charakteren am liebsten. Obwohl auch Kelly, Luz beste Freundin, war mir auch auf Anhieb sympathisch. Also zum Glück, gab es also doch ein paar Charaktere, mit denen ich mich anfreunden konnte und wegen diesen Charakteren und wegen der spannenden Handlung will ich auch unbedingt erfahren, wie es weitergeht.

Wenn man davon absieht, dass mich Luz einfach überhaupt nicht von sich überzeugen konnte und ich keine Dreiecksbeziehungen mag, so hat mir das Buch doch sehr gut gefallen, da ich die Idee der Handlung mit den Elben und den Menschen sehr interessant und auch sehr wichtig für unsere Realität fand. Rena Fischer hat wirklich eine gut durchdachte und spannende Welt geschaffen, die auf jeden Fall mein Interesse geweckt hat und deshalb werde ich auch auf jeden Fall die Fortsetzung lesen. Ich habe noch Hoffnung, dass mir Luz vielleicht dann doch noch ein wenig sympathischer wird.


Vielen Dank an den Verlag und NetGalley 
für das tolle Rezensionsexemplar!

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