[Rezension] Götterblut von Stella A. Tack





Titel: Götterblut
Autor: Stella A. Tack
Erschienen: 12. Oktober 2017
Preis: Softcover € 14,90 / ebook € 4,99
Seitenanzahl: 490

"Es gibt fünf Dinge, die du wissen solltest, bevor du dieses Buch liest. 1. Mein Name ist Warrior Pandemos. 2. Ich bin die Tochter der größenwahnsinnigen Götter Hades und Aphrodite. 3. Ich wurde mit einem Gendefekt geboren, der sich Medusa-Effekt nennt. Soll heißen? Sieh mich an und du verlierst den Verstand! 4. Obwohl ich im Gegensatz zu meinen Eltern menschlich bin, passieren in letzter Zeit ziemlich schräge Dinge. Ich meine, ist es normal plötzlich silbern zu bluten? Stimmen im Kopf zu hören? Oder von einem Baum aufgespießt zu werden, ohne dabei ... na ja, draufzugehen? 5. Tja, und schließlich bin ich in der Hölle einem Gefängnisflüchtigen über den Weg gelaufen. Sein Name ist Peace. (Sohn des Zeus/ arroganter Arsch/ verboten heiß/ seelenlos ...) Er versucht mit einem absolut hirnrissigen Plan die Götter aus dem Olymp zu stürzen. Und ich? Ich werde ihm dabei helfen."


Als ich den Klappentext gelesen hatte, war ich unglaublich neugierig auf die Geschichte und musste sie einfach lesen. Alleine, weil ich schon sehr neugierig drauf war, wie die Tochter von Hades und Aphrodite wohl sein wird. In "Götterblut" geht es nämlich um die junge Warrior Pandemos, welche, wie schon erwähnt die Tochter von Hades und Aphrodite ist. Warrior hat ein alles andere als angenehmes Leben, da sie sich immer komplett verhüllen muss, weil man verrückt wird, wenn man auch nur ein Fleckchen Haut von ihr zu sehen bekommt, weshalb sie von ihrer Mutter und allen anderen Göttern mit Missachtung bestraft wird. Das fand ich sehr ungerecht, da Warrior nichts für dieses Medusa-Syndrom, mit dem sie gestraft ist, kann und versucht einfach nur ein halbwegs angenehmes Leben zu führen. Warrior tut mir richtig leid, aber ich feier sie auch sehr, weil sie immer eine freche Aussage auf den Lippen hat und sich, trotz ihres eher unschönen Lebens sich nicht unterkriegen lässt. Leider stürzt sie jedoch immer von einem Problem ins Nächste und muss auch öfters von ihrem Bruder Madox gerettet werden. Eine meiner Lieblingscharaktere neben Warrior war auf jeden Fall Madox. Ich mochte ihn von Anfang an, da er ein wirklich lieber und auch lustiger Charakter ist und einer anfangs der Einzige war, der sich wirklich um Warrior gesorgt hat und sie nicht, wie eine Außenseiterin behandelt hat. Außerdem fand ich es witzig, dass er irgendwie einen Hello Kitty Fetisch hat. xD Aber auch andere Charaktere sind mir im Laufe der Geschichte ans Herz gewachsen, da alle einfach toll gestaltet und super durchdacht waren. Man merkt, dass Stella viel Herzblut in die Charaktere gesteckt hat und ich bin schon unglaublich gespannt, wie es mit allen im zweiten Band weitergehen wird. :3

Ich habe schon einige Bücher gelesen, wo es um die griechische Mythologie geht, aber dieses Buch ist mal wirklich etwas komplett anderes als alle andern. Diese eher krasse Modernisierung der griechischen Götter und Sagen war für mich anfangs etwas erschreckend, doch schon bald hat mich die Geschichte komplett gefesselt, was zu einem großen Teil auch an dem genialen Humor der Geschichte liegt. Mehrmals musste ich laut loslachen, was mir in der Öffentlichkeit einige seltsame Blicke beschert hat. Aber das Buch ist einfach so witzig und wirklich genial geschrieben, sodass ich keine andere Wahl hatte als überall, wo ich auch nur ein bisschen Zeit hat, weiterzulesen. :)

Aber neben den vielen witzigen Passagen war es aber auch sehr spannend geschrieben und wie schon erwähnt, konnte ich kaum noch aufhören zu lesen, da ich vollkommen in die Geschichte abgetaucht bin und unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Das Ende ist zwar etwas enttäuschend gewesen, doch ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil und ich hoffe sehr, dass das gesamte Ende mir besser gefallen wird. :)


"Götterblut" ist meiner Meinung nach ein wirklich lustiges und spannendes Buch über eine sehr gewöhnungsbedürftige aber trotzdem sehr interessante Interpretation der griechischen Götter und ihrer Nachkommen. Und obwohl Stella Tack in diesem Buch die griechische Mythologie ein bisschen vergewaltigt, ist das Buch doch trotzdem sehr gelungen und auf jeden Fall unglaublich witzig. :D



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